Konzerttermin
Altenheim Lienz - 25.09.2026 - 15:00 Uhr

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Gruppenbild AGV

Chronik

Entstehung des Arbeitergesangsvereins Edelweiss Lienz

Die Entstehung des Arbeitergesangsvereins Edelweiss (AGV Edelweiss) in Lienz steht in engem Zusammenhang mit der sozialen Entwicklung der Stadt nach dem Bau der Pustertalbahn. Durch den Zuzug zahlreicher Eisenbahnbediensteter entstand eine wachsende Arbeiterschaft, aus der sich auch kulturelle Initiativen entwickelten.

Bereits 1888 gründete der Schuhmacher Matthias Marcher innerhalb der Arbeiter-Kranken-Unterstützungs-Kasse eine „Arbeiter-Sänger-Gesellschaft“. Ab 1900 folgte ein „Eisenbahner-Sängerclub“, der 1904 als Gesangssektion dem Allgemeinen Arbeiter-Verein Lienz angeschlossen wurde. Aus dieser Entwicklung heraus entstand im April 1910 schließlich der eigenständige Arbeitergesangsverein Edelweiß.

Der Verein wurde überwiegend von Eisenbahnern getragen, darunter Kondukteure, Zugführer und Bahnbeamte. Auch Mitglieder des Eisenbahner-Konsumvereins gehörten zu den frühen Sängern. Der AGV Edelweiss war eng mit der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung verbunden und trat Anfang 1911 dem Gau XXIII (Klagenfurt/Kärnten) des Reichsverbands der Arbeitergesangsvereine Österreichs bei.

Zum ersten Obmann wurde der Kondukteur Ludwig Modling gewählt. Als prägende musikalische Persönlichkeit wirkte Johann (Hans) Gasser, der bereits ab 1907 als Chorleiter tätig war.

Das Vereinsmotto lautete:
„Unser Streben lebenslang – ist Arbeit, Freiheit und Gesang!“

Der Chorgesang wurde nicht nur als kulturelle Betätigung verstanden, sondern auch als Ausdruck der Arbeiterbildung und des gesellschaftlichen Engagements. Neben politischen Liedern pflegte der Verein auch romantische und regionale Chorliteratur, insbesondere Kärntner Lieder. Der Name „Edelweiss“ zeigt dabei eine interessante Verbindung zwischen Arbeiterkultur und alpiner Tradition.

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